Geschichte der PUK

Identität und Entstehungsgeschichte der PUK: "Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten."

Die PUK ist eine überparteiliche BÜRGERLISTE in Klosterneuburg. Sie entstand 2004 aus einem Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern im Kampf gegen das Umfahrungsprojekt, das den Schadstoffausstoß weiter ansteigen lässt, mehr Verkehr aus dem Tullnerfeld anzieht und das ökologische Gleichgewicht der Au beeinträchtigt. Damals hat die PUK ihren Kampf verloren und leider sind alle Prophezeiungen eingetroffen: Heute wird durch die Umfahrung keine Verlagerung des Verkehrs gemessen - wie von der ÖVP angekündigt, sondern eine Zunahme des Verkehrs und ein weiterer Anstieg der extrem hohen Feinstaubwerte. Hier der Link zu den vom Umweltbundesamt gemessenen aktuellen Klosterneuburger Grenzwertüberschreitungen.

Die „Umfahrung-Klosterneuburg" war nie als Entlastungsstraßen-Geschenk für die KlosterneuburgerInnen gedacht, sondern wurde immer schon durch das Land Niederösterreich als erster Teil einer Verkehrsschleuse aus dem Tullnerfeld geplant. Es gilt daher in Zukunft, den Bau von Martinstunnel und Donaubrücke, der als "Geheimplan" in Schreibtischladen schlummert, weiterhin zu verhindern!

Hier unsere aufregende, bunte Entstehungsgeschichte: Wenn BürgerInnen die Verantwortung für ihre Lebensqualität übernehmen:

Vorgeschichte: ÖVP Plan Umfahrung und Martinstunnel

Über einen Zeitraum von einigen Jahren – speziell vor Gemeinderatswahlen – wurde von der hiesigen ÖVP und SPÖ eine Umfahrung plus Martinstunnel von der NÖ Landesregierung gefordert. Mit der Begründung, dass nur durch dieses Projekt die Klosterneuburger Verkehrsprobleme umfassend und nachhaltig – sozusagen für immer – gelöst werden könnten. Eine Bürgerinitiative unter Leitung des Grünen Verkehrs-Stadtrates Mag. Werner Schmidt mit Unterstützung von Univ. Prof. Knoflacher bildete sich. Deren Umfahrungsgegnerschaft gründete sich vor allem auf zwei Dinge: 1.) den Naturschutz, die massive Beeinträchtigung zweier Natura 2000-Gebiete (die Au und den Wienerwald) und 2.) weder Umfahrung noch Tunnel stellten eine Lösung der hausgemachten Klosterneuburger Verkehrsprobleme dar; im Gegenteil das Projekt würde zusätzlichen Verkehr aus dem Tullnerfeld generieren.

Überfallsartige Verhandlungen

Jeweils nach den Wahlen wurde es wieder still um die Umfahrungs-Tunnelwünsche der hiesigen Politiker; Umso überraschter waren die KlosterneuburgerInnen als – praktisch überfallsartig – im Oktober 2003 von der BH-Klosterneuburg für den 3.11.2003 die straßenrechtliche Verhandlung für das Projekt „Umfahrung B14 Klosterneuburg“ angekündigt wurde. Der Grüne Stadtrat Mag. Schmidt – er war Umfahrungsgegner der ersten Stunde und wechselte später zur PUK – berief eine Großversammlung im Hotel Anker ein. Zahlreiche BürgerInnen schlossen sich zur Bürgerinitiative „Umfahrungsgegner“ zusammen.

Verhandlungsmarathon

Am 3.11.2003 kam es unter großer BürgerInnenbeteiligung zu einem 11-stündigem Verhandlungs-Marathon (Konzentriertes Verfahren d.h.: forstrechtliches, wasserrechtliches und straßenrechtliches Verfahren in einem). Es kam zu einer turbulenten Gemeinderatssitzung. Umfahrungsgegner demonstrierten gegen das Monsterprojekt: „Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten“.

Anrainer unterstützen uns

Jänner 2004 erste Arbeitsgruppensitzung beim zukünftigen PUK Leiter Dr. Bernd Schweeger mit den Zielsetzungen: Erstellung einer Homepage, rechtliche Schritte, Geldbeschaffung. Wir fanden zwei private Anrainer (sonst war nur das Stift Grundbesitzer), die Teile ihrer Grundstücke für die Errichtung der „Umfahrung“ abtreten mussten. Beide Familien waren Umfahrungsgegner, da ihre Liegenschaften durch das nahe Heranrücken der Umfahrungsstraße unbenutzbar wurden. Sie forderten eine Komplettablöse ihrer Grundstücke und lehnten die ihnen vom Straßen-Errichter (Land NÖ) angebotene Teilablöse ab.

Rechtsanwaltliche Hilfe

Für die Wahrnehmung der rechtlichen Schritte beauftragten wir den im Umweltrecht versierten Anwalt Dr. Vana; natürlich bei völliger Kostenentlastung der beiden Anrainer. Es gelang der PUK, dass die Kosten der Rechtsvertretung in Höhe von 6.000.-€ vom Bürgerinitiativen-Fonds des Grünen Parlamentsclubs übernommen wurden. Schon damals haben sich die AktivistInnen der (noch zu gründenden) PUK vom Großteil der Fraktion der GRÜNEN Klosterneuburgs in folgendem Punkt gravierend unterschieden: Wir – die PUKlerInnen – beteuerten nicht nur unsere Umfahrungsgegnerschaft, sondern ergriffen alles in unserer Macht stehende, um das Umfahrungsprojekt zu bekämpfen.

Die „Geburt“ der Bürgerinitiative PUK März 2004

Konstituierung der überparteilichen Bürgerinitiative „Plattform Umfahrung Klosterneuburg“ Sprecher: Dr. Bernd Schweeger. Eröffnung eines Spenden (Treuhand-) Kontos durch die Kanzlei des PUK-Sprecher-Stellvertreters Mag. Erich Rebasso.

Erste Infoveranstaltung der PUK

Unter großer BürgerInnenbeteiligung; neue AktivistInnen schließen sich uns an. Großes mediales Echo; wir werden wahrgenommen! Verteilung unseres ersten PUK-Folders (Information über den Bau der Umfahrung und unsere Aktivitäten); ausschließlich finanziert aus Spenden der PUK-AktivistInnen und SympathisantInnen.

April 2004 - Aktion der PUK zum Tag des Baumes:

Markieren der Bäume mit weißen Kreuzen, die der Umfahrung zum Opfer fallen werden. Idee einer Beschwerde bei der EU-Umwelt-Kommission (Brüssel) bezüglich Verletzung von Gemeinschaftsrecht. Für die Verwirklichung dieses Unterfangens werden wir in großartiger und kompetenter Weise vom Juristen des ÖKO-Büros und vom BIRD-Life-Austria Büro unterstützt. Durch die Spendenfreudigkeit der „Kerntruppe“ der PUK kommt die notwendige Finanzierung zusammen. Wir wollen mit unserer Beschwerde zeigen, dass es Bürgerinitiativen der Gang nach Brüssel gelingt.

Juni 2004 – Erste Klosterneuburger BürgerInnendemonstration - Eine Welturaufführung!

Rund 400 Menschen folgen dem PUK Aufruf zum Straßenprotest gegen die Umfahrung. Das mediale Echo ist groß

 

Juni 2004 PUK deckt Feinstaubwerte auf

Die Bürgerinitiative PUK geht mit dem Luftgütebericht 2002 des Bundesumwelt-Amtes bezüglich massiver PM 10 (Feinstaub)-Grenzwertüberschreitungen im Gemeindegebiet Klosterneuburg an die Öffentlichkeit. Große mediale Aufregung, da die hiesigen Gemeindepolitiker aller Fraktionen diese Information vor der Bevölkerung unter Verschluss gehalten hatten Massive Desinformationskampagne von ÖVP BM Schuh.

Klosterneuburg wird zum Feinstaub-Sanierungsfall

22.Juli 2004 wird das Gemeindegebiet von Klosterneuburg auf Grund des Luftgüte-Berichtes 2002 des UBA bezüglich der Feinstaub (PM10)-Grenzwert-Überschreitungen per Verordnung des Umweltministers zum Sanierungsgebiet-Luft erklärt. Für alle zukünftigen Verkehrserreger = Bau von Straßen/Tunnel mit hoher PKW/LKW Frequenz muss es – vor deren Bewilligung – eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) geben. Im Bezug auf das Bewilligungsverfahren „Umfahrung B14 Klosterneuburg“ kam diese Verordnung zu spät, da das Einreichdatum für die Umfahrung – vermutlich absichtsvoll  – vor dem Datum der Verordnung lag. Hier der Link zu den vom Umweltbundesamt gemessenen aktuellen Klosterneuburger Grenzwertüberschreitungen.

30.Juni 2004 – Pressekonferenz der PUK im Cafe Landtmann

Die Professoren der TU Wien Prof. Knoflacher, Prof. Macoun und Dr. Lueger unterstützten den Initiativen-Sprecher Dr. Bernd Schweeger in seinen Argumenten gegen den Bau der Klosterneuburger Umfahrung.

Die Bürgerliste entsteht
Juni 2004 Gemeinderatskandidatur wird angedacht

Wir erwägen eine Kandidatur bei der Gemeinderatswahl 2005. Wir beschließen eine Umbenennung von  „Plattform Umfahrung Klosterneuburg“ auf „Plattform Unser Klosterneuburg“. Das klingt positiver – wir wollen nicht nur GEGEN „etwas“ sein, sondern auch FÜR „etwas“. Das Kürzel PUK bleibt bestehen.

Warum kam keine Wahlplattform mit den GRÜNEN zustande?

Ursprünglich wollte die PUK mit den Grünen eine Wahlplattform bilden, das scheiterte an der Ablehnung durch die Grünen. Rückblickend sind wir froh die Entscheidung für eine eigenständige Kandidatur getroffen zu haben. An der später bestehenden Koalition mit der ÖVP/Grün, die nur ihre eigenen machtpolitischen Interessen vertritt, ökologische und soziale Aspekte und das Gemeinwohl vernachlässigt, hätte sich die PUK ohnehin nicht beteiligt.

Infoveranstaltungen zur Umfahrung für die KlosterneuburgerInnen

Da von der Stadtgemeinde und den Gemeindepolitikern praktische keine Information zum Bau dieses, seit dem Stiftsbau und der Donauregulierung, wichtigsten Projektes angeboten wurde, hatte es sich die PUK zur Aufgabe gemacht die BürgerInnen über Umfang und Auswirkungen dieses Monsterprojektes (ca. 1 Milliarde Schilling-Baukosten) zu informieren. Von der Gemeinde Klosterneuburg gab es keine einzige Info-Veranstaltung bezüglich des Umfahrungsbaues.

15.Oktober 2004 Wir kandidieren!

Offizielle Bekanntgabe der Kandidatur der Bürgerliste PUK „Plattform Unser Klosterneuburg“.

Dezember 2004 Parlamentarische Petition

Da das Thema Gesundheitsbelastung durch permanente Grenzwertüberschreitungen der Feinstaub-Werte im Zusammenhang mit dem geplanten Bau der „Umfahrung“ von den Klosterneuburger Politikern nach wie vor unter den Teppich gekehrt wurde, startete die PUK eine Petition an das Parlament („Parlamentarische BürgerInneninitiative) zur Frage der UVP-Pflicht von Verkehrsvorhaben in Gebieten mit Überschreitungen von Grenzwerten nach dem Informationsgesetz-Luft (IG-L). In Kürze sammelten wir 700 Unterschriften und überreichten diese Petition mit Unterstützung der Parlaments-Grünen an den Parlamentspräsidenten Dr. Khol. Somit musste über diesen Antrag zumindest im Parlament diskutiert werden.

Dezember 2004 Gang zu Höchstgericht

Nachdem der Abschmetterung unserer Berufungen gegen die diversen Bescheide zum Bau der Umfahrung beschreiten wir den Weg zum Verwaltungsgerichtshof

Jänner 2005 Wahlkampf auf eigene Kosten

Durch Flohmärkte und Spenden des „harten Kerns“ der PUKlerInnen kam genügend Geld herein um Plakate, Info-Flyer und einen Folder mit unserem Wahlprogramm drucken zu können.

Die PUK im Gemeinderat
März 2005 Wahltag und PUK Sieg!

Die PUK erringt zwei Gemeinderatsmandate. Dr. Schweeger, der Sprecher der PUK und Lisa Pröglhöf, die sich vorrangig um rechtliche Belange gekümmert hat, ziehen in den Gemeinderat ein. Ein beachtlicher Erfolg für die PUK, die mit wenig Budget aber großem persönlichen Einsatz ihrer Mitglieder die „verkrustete Klosterneuburger Parteienlandschaft“ aufgebrochen hat und damit der ÖVP die „Absolute“ abgenommen hat.

April 2005 Schwarz-Grüne Allianz ohne grüne Werte

Die ÖVP und die Grünen haben sich zur so genannten „Schwarz-Grünen Zukunfts-Allianz“ zusammengeschlossen; sie haben nun die Mehrheit bei allen wichtigen Abstimmungen. Ihr gemeinsames Programm für die nächsten 5 Jahre enthält kaum ökologische oder soziale Punkte.

Bürgernahe PUK Events

Einmal pro Monat gibt es in einem Lokal „PUK im Gespräch“: Jedermann oder Jedefrau kann seine Anliegen vorbringen. Dieses basisdemokratische Vorgehen hat die PUK zur absoluten Regel erhoben und hält eisern daran fest.

Gescheiterte EU Beschwerde

Unserer EU-Beschwerde in Brüssel wird ruhend gestellt. Die Brüssler NÖ-Lobby hatte gute Arbeit geleistet! Nicht nur für die PUK, sondern auch für alle anderen Beteiligten – das ÖKO-Büro, Bird-Life-Austria und sogar einer Vogelschutz-Expertin aus Brüssel – war die Vorgangsweise der Umwelt-Kommission unverständlich und sehr enttäuschend. Beim Gesprächstermin vom 22. April 2005 in St. Pölten mit Landesstraßenplaner DI Gruber, unter Beisein vom Pröll Sekretär Noe wurden die Nachfolgeprojekte „Martinstunnel“ und Donaubrücke vehement in Abrede gestellt. Die Botschaft hörten wir wohl, allein uns fehlte der Glaube; aus heutiger Sicht betrachtet waren das glatte Lügen.

Mai 2005 Druck und Erpressung auf die AnrainerInnen

Der Druck vom Projektbetreiber, dem Land NÖ, auf „unsere“ beiden Umfahrungsanrainer steigt. Man versucht die beiden Familien mit Ablösesummen in Schwindel erregender Höhe (durch nichts gerechtfertigter Höhe – es sind ja Steuergelder) dazu zu bewegen ohne Enteignungsverfahren, die für die Umfahrung benötigten Grundstücksstreifen abzutreten: einzige Bedingung – Zurückziehen der Verwaltungsgerichtshof-Beschwerde. Vom zuständigen NÖ Beamten werden wilde Drohungen gegen über den beiden Anrainern ausgesprochen – (alle bekommen eine Lärmschutzwand, bei ihnen bleibt eine Lücke, bei Enteignung gibt’s kaum Geld, Nachbarn werden gegen die beiden aufgehetzt …. unvorstellbar!) Fazit: der eine Anrainer gab dem massivem Druck nach, bekam viel Geld für den abzutretenden Grundstücksstreifen plus einer Zusage für eine Komplettablöse nach Fertigstellung der Umfahrung – die Familie zog die VwGH-Beschwerde zurück!

Wir wanken nicht!

Die andere Familie „hat noch gehalten“, aber sie schwankte bereits. Die PUK beschloss mit einem „Solidaritätspakt“ der Familie den Rücken zu stärken, quasi mit einer Ausfallshaftung für die Summe, die man ihnen für die Abtretung des Grundstücksstreifens geboten hatte. Daraufhin blieb ihre VwGH-Beschwerde aufrecht. Wir hatten die Chance, das Erkenntnis des VwGH zu erfahren.

Neue Feinstaubmessstelle

Ab Mitte Juli gibt es eine zweite Luftgüte-Messstelle neben der B14 (Markgrafengasse) welche genaue Auskunft über die Feinstaubbelastung gibt. Von der PUK in den Medien und bei Kontakten mit dem Umwelt-Bundesamt (UBA) lautstark gefordert, können wir uns diese verkehrsnahe zweite Messstelle auf unsere Fahnen heften. Hier der Link zu den vom Umweltbundesamt gemessenen aktuellen Klosterneuburger Grenzwertüberschreitungen an dieser Stelle.

Herbst 2005: Wirrnisse zum Baubeginn

Die hiesige Presse (NÖN) und die ÖVP-Politiker kündigten unentwegt den quasi „vor der Tür stehenden“ Baubeginn der Umfahrung an. Aber, sichtlich auf Grund der nicht gesicherten Finanzierung (70 Mill. Euro = 1 Milliarde Schilling!) wurden die angekündigten Termine laufend verschoben. Ein Hoffnungsschimmer, – aber wo blieb das Erkenntnis des VwGH, würde man uns recht geben? Könnte ein positiver Bescheid den Bau aufhalten?

Die Bevölkerung steht hinter uns

Wir bündelten unsere Anstrengungen; innerhalb kurzer Zeit erschienen 2 Informationsblätter der PUK zum Thema Umfahrung. Beide PUK-News lösten gewaltigen Wirbel bei der Klosterneuburger und der St. Pöltner ÖVP aus; anscheinend hatten wir ins „Schwarze“ getroffen. Auch viele BürgerInnen, die bis zu diesem Zeitpunkt der Umfahrung positiv oder ohne Meinung gegenüber standen, sahen diesen Monsterbau mit seiner Umweltzerstörung und den zukünftigen Auswirkungen – Öffnung der Tullner Schleuse/vermehrter Verkehr – plötzlich mit anderen Augen.

Martinstunnel und Donaubrücke drohen

Die PUK wird sich in Brüssel wieder melden, wenn der Bau des Martinstunnels und/oder Donaubrücke ansteht. Wir haben immer behauptet, dass es sich zwecks Umgehung einer Umweltverträglichkeits-Prüfung, hier um die Zerteilung eines Großprojektes (Umfahrung-Tunnel-Brücke) handelt. Warum hat man uns nicht geglaubt, wo doch aus heutiger Sicht über diese beiden Nachfolgeprojekte sowohl vom Land als auch von den hiesigen Gemeindepolitikern ganz offen gesprochen wird!

Jänner 2006 Rückschläge auf den Rechtswegen

Schlimme Tage für die Bürgerliste PUK. Das Erkenntnis des VwGH gab dem Anrainer/Beschwerdeführer (der einzige, der noch Parteienstellung hat) nicht Recht, somit stand dem Baubeginn der Umfahrung – aus rechtlicher Sicht – nichts mehr im Wege. O-Ton des Erkenntnisses: Der Bau der Straße ist im höher zu bewertenden öffentlichen Interesse; der Einzelne muss zurückstehen.“

Juni 2006 Happening in der Au: Umweltmanifest

Um die Mehrheit der KlosterneuburgerInnen in letzter Minute zum aktiven Widerstand „aufzurütteln“ organisierten wir ein „Frühstück in der AU“ unter dem Motto: „ Wir versammeln uns zum Widerstand gegen umweltzerstörenden Straßenbau“. Wir wollten in letzter Minute nochmals darauf hinweisen, dass das Umfahrungsprojekt einen massiven Eingriff in den Lebensbereich der AU, der grünen Lunge unserer Stadt, darstellt. Unterstützt wurden wir durch die Anwesenheit und mahnenden Ansprachen von bekannten Wissenschaftlern der Umweltszene: vom Gen. Direktor des Naturhistorischen Museums Prof. Lötsch, vom Verkehrsplaner Univ. Prof. Knoflacher und vom Präsidenten des Forums f. Wissenschaft & Umwelt Univ. Doz. Dr. Weish. In Zusammenarbeit mit dem „Forum Österreichischer Wissenschaftler für Umweltschutz“ wurde das „Klosterneuburger Manifest für die Erhaltung einer lebenswerten Umwelt“ aufgelegt. Innerhalb kürzester Zeit erhielt dies über 1000 Unterschriften. Diese wurden dem Landeshauptmann von NÖ und dem damaligen Umweltminister – Onkel und Neffe Pröll – zugestellt. Bis heute ist darauf keine Antwort erfolgt.

Baubeginn: Die Transitschleuse wird geöffnet

Kurz darauf wurde mit dem Umfahrungsbau begonnen!! Insgesamt wurden 79.000 m² Boden versiegelt, 47.000m² (wahrscheinlich sogar 56.000m²) Baumbestand wurde gerodet. Der schützende Auwald wurde noch weiter von der Stadt zurück gedrängt. Und wie wir heute wissen ist genau das eingetroffen wovor die PUK und all ihre Mitstreiter gewarnt haben: ungebremst strömt der Pendler- und LKW-Lieferverkehr aus dem Tullnerfeld nach Klosterneuburg herein um die Umfahrung als schnellen Zubringer nach Wien zu nützen. Der Durchzugsverkehr durch Kritzendorf hat sich durch die Öffnung dieser „Entlastungs-Schleuse“ in Kürze verdoppelt. Schon wird von der genervten Bevölkerung der Martinstunnel gefordert, damit sich der Tullnerfelder-Verkehr, weg von Kritzendorf, auf das Kierling- und Hagental verlagert. Das Florianiprinzip lebe hoch!! Die Verkehrsspirale dreht sich weiter und am Ende wird auch die Donaubrücke – die Direktanbindung an die A22/Richtung Osten oder Westautobahn – kommen. Betrachtet man die rege private und gewerbliche Bautätigkeit im Tullnerfeld, wird sich der Verkehr von dort verdreifachen; viele dieser Pkws und Lkws werden über die Klosterneuburg-„Entlastungsstraße“ fahren.

Irreführung der Bevölkerung

Die „Umfahrung“-Klosterneuburg war nie als Entlastungsstraßen-Geschenk für die KlosterneuburgerInnen gedacht, sondern wurde immer schon als erster Teil einer Verkehrsschleuse aus dem Tullnerfeld geplant. Teil zwei ist der Martinstunnel, Teil drei die Donaubrücke. Das war immer ein Gesamtprojekt! (siehe unsere EU-Beschwerde/Zerteilung eines Großprojektes zwecks Umgehung einer UVP). Nur so machen die Kosten von über 70 Millionen € (1 Milliarde Schilling!) für die „Umfahrung“, nämlich dem teuersten Stück des „Verkehrs-Triumvirats, wirklich Sinn. Besonders verwerflich daran ist aber, dass die verantwortlichen Kommunalpolitiker Klosterneuburgs vom wirklichen Umfang dieses Straßenprojektes gewusst haben und es der Bevölkerung verschwiegen haben. Sie haben sich die Anbindung an das Gewerbegebiet vom Land finanzieren lassen und dafür das „dicke Ende“ in Kauf genommen, vor allem haben sie damit jede Möglichkeit für eine zukünftige Mitsprache an der überregionalen Verkehrsplanung aus der Hand gegeben.

Martinstunnel und Donaubrücke verhindern

Die PUK wird wieder an der Seite der BürgerInnen gegen den Bau des Martinstunnels und der geplanten Donaubrücke kämpfen, da wir der Überzeugung sind, dass beide Projekte keine zukunftsfähige Verkehrslösung für Klosterneuburg darstellen, sondern im Gegenteil weitere Naturzerstörung und Lebensqualitätsverlust für uns alle mit sich bringen werden.

PUK im Dienste des Gemeinwohls

So bitter für die PUK und ihre vielen Mitstreiter der Bau der Umfahrung war, hat es uns schlussendlich auch in gewisser Weise wachsen lassen; wir haben hinter die politischen Kulissen geschaut und die vielen Verflechtungen derer, die „das Sagen haben“ kennen gelernt. Wir haben erkannt, dass die Politiker in unserer Stadt sehr häufig Einzelwohl vor Gemeinwohl stellen, Bürgernähe nur ein Schlagwort ist, ökologische und soziale Probleme keine Prioritäten haben, dass die Naturzerstörung lustig weiter geht und die hiesige Baulobby die Stadt ins uferlose wachsen lässt.


 Unser Video 2009 nach dem fertigen Bau der Umfahrungsstraße.

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