Klosterneuburg goes Energiewende und die PUK ist dabei

Es ist hart aber mit Sachargumenten kann gepunktet werden

Stefan Hehberger, PUK KlosterneuburgVon Stefan Hehberger
Die ersten Monate der politischen Arbeit in der neuen PUK/SAU Konstellation sind geschafft. Zeit für einen kurzen Rückblick. Wir konnten einiges bewegen:

Gemeindegärten bald naturnah

Was mich freut: Manchmal bewegen sich die Großen doch, zeigen sich offen für Sachargumente, als Oppositionsfraktion braucht man dafür jedoch viel Durchhaltevermögen. Ein PUK Erfolg ist etwa unser „Natur im Garten“ – Gemeinderatsantrag vom März 2015. Die „Natur im Garten“ – Auszeichnung ist eine vom Land Niederösterreich getragene Initiative, welche die Ökologisierung von Gärten und Grünräumen in Niederösterreich und über die Landesgrenzen hinaus vorantreibt. Die Kernkriterien der Aktion „Natur im Garten" legen fest, dass Gärten und Grünräume ohne Pestizide, ohne chemisch-synthetische Dünger und ohne Torf gestaltet und gepflegt werden. Es wird großer Wert auf biologische Vielfalt und Gestaltung mit heimischen und ökologisch wertvollen Pflanzen gelegt. Mehr Infos: http://www.naturimgarten.at/leitbild-natur-im-garten. Die Gemeinde Klosterneuburg hatte bereits seit längerem erste Schritte für die „Natur im Garten“- Auszeichnung gesetzt, die entscheidende Initiative ging jedoch von der PUK im Rahmen des Gemeinderatsantrages aus.


Sich durch Ausschüsse kämpfen

Zwar schien es im Gemeinderat völlig einleuchtend, dieser nachhaltigen Aktion zuzustimmen, trotzdem wurde der PUK-Antrag in den Ausschuss verwiesen – denn einem Oppositionsantrag stimmt die Regierungskoalition nicht ohne weiteres zu. Also wurde eine Ehren- und Zusatzrunde im BEI (Biodiversitäts- und Energieeffizenz- sowie Liegenschaftsausschuss) gedreht. Die gemeindeinternen Kosten und Prozessabläufe sollten überprüft werden, am Ende wurde im Sinne des PUK-Antrags entschieden. Wir freuen uns und hoffen auf viele kreative Umsetzungsideen. (Bienenweiden, schöne Blumen und Naturwiesenstücke, Brennesselbrühe zur Düngung, Bürger übernehmen Verantwortung bei der Bewirtschaftung von kleinen Gemeindeflächen uvm.)

Klosterneuburgs Recyclinghof bald solarbetrieben

Zweiter aktueller PUK-Erfolg: Nach dem notwendigen Dachflächentausch am ältesten Gebäude am Recyclinghof wird nun ernsthaft übern eine PV Anlage nachgedacht. Derzeit wird sie projektiert und finanziell eingeplant, das freut mich als langjährigem Verfechter der Energiewende sehr – ich habe mehrere PV-Anlagen auf dem Dach meines Wohnhauses und fahre ein Elektroauto. Zuerst stieß unser Vorschlag für eine PV Anlage bei der ÖVP auf taube Ohren. Geht net, kömma net, nur dicht soll´s sein... ich habe mich bemüht, solchen K.O Meldungen mit Sachverstand und Realitätsbeweisen entgegenzutreten. Kurzer Hand habe ich eine Standortbegehung samt Fotodokumentation selber in die Hand genommen. Und siehe da, es ist doch mit der einen oder anderen Begleitmaßnahme möglich, am Gemeindestandort Recyclinghof in Zukunft erneuerbaren, nachhaltigen Strom selber zu produzieren.

Nachtbeleuchtung Klosterneuburg PUK

Klosterneuburg bei Nacht

Strom tanken am Stadtplatz mit neuer Stromtankstelle


Drittes Anliegen: Die Stromtankstelle. Derzeit wird wieder einmal diskutiert, die längst veraltete Gemeinde-Stromtankstelle am Stadtplatz auf den letzten Stand der Technik zu heben. Ich habe die derzeit ganz neu ausgeschriebenen Förderrichtlinien für öffentliche Ladestellen im Biodiversitäts-Ausschuss vorgelegt und hoffe, dass das Freitanken von Strom nun schneller (22kW Typ 2 Stecker fähig)möglich ist und weiter in Gemeindehand bleibt. Ein best practice-Modell ist Tulln, die solche Anlagen in zahlreichen Parkhäusern eingerichtet haben. 1 Std. gratis parken, kostenfreie Lademöglichkeit für Elektrofahrzeuge, jede weitere Parkstunde wird mit 1€ verrechnet. So wird Elektromobilität attraktiv gemacht und muss nicht an die Strommultis vergeben werden. Die haben den Braten des Geschäftsmodells schon lange gerochen. Selber und mutig den Standort Klosterneuburg stärken muss die Devise sein!

Ein Lichttelefon für Klosterneuburg


Ich hab eine kleine Änderung auf der Homepage der Stadtgemeinde initiiert. Nun ist das Bürgertelefon für defekte Straßenlampen per Bürgertelefon leichter über den Suchbegriff „Straßenlampe“ oder „Laterne“ auf der Homepage der Stadtgemeinde zu finden. Diese sinnvolle Einrichtung wird hoffentlich von der Bevölkerung intensiv genutzt. Denn öffentliche Beleuchtungen brennen sinnlos in großen Teilen der Stadt am helllichten Tag, das verschwendet Geld und Energie. Ein weiter Weg ist noch zu gehen, viele kleine und große Vorhaben (Biomasseheizhaus) liegen noch vor uns. Sachpolitik ist auch in Klosterneuburg ein hartnäckiges Bohren von harten Brettern. Wir machen weiter.

 

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