Podcast Klosterneuburg Radio: Tunnel unter der Donau – Wie sinnhaft ist das Millionenprojekt?

Die EVN plant für die Versorgung des wachsenden Klosterneuburgs mit Wasser und Strom einen Tunnel unter der Donau in Verbindung mit Korneuburg. Das Projekt kostet 10 Mio EUR, die Bevölkerung wurde kaum informiert, ein weiterer Teil der Au wird dafür gerodet. Eine Reportage mit den PUK GemeinderätInnen Teresa Arrieta und Stefan Hehberger sowie mit Ilse Wrbka Fuchsig vom Naturschutzbund Klosterneuburg.

Das Projekt wurde seitens VertreterInnen der EVN dem Klosterneuburger Stadtrat präsentiert. Eine öffentliche zugängliche Präsentation fand nicht statt.

Mehr Infos beim Naturschutzbund Klosterneuburg

3 Antworten

  1. Zuviel ist- "uns" -nie genug ! Wir ( Menscheit ) sind ein absterbender Zweig, wie der vieler anderer ausgestorbenen arten der erdgeschichte auch, am baum der Evolution. Frieden mit der Natur und unter uns kann es aufgrund unserer genetisch ererbten Eigenschaften, die wir gegenwärtig besitzen, niemals geben. . Eines steht leider fest : Bis die- langsame Evolution- einen umweltverträglichen menschen kreiert, ist alles längst kaputt >wir sind schneller !< Die evolution kennt (leider ? ) keinen "Steuermann" (GOTT) ! . Zurück, nach unendlichem leid, bleibt ein von uns devastierter Planet.
  2. Ing. Reinhard Klein
    Ich finde eueren Podcast sehr gut. Die unternehmen die hier für wasser, strom, internet, wärme leitungen unter der donau verlegen wollen müssen der stadtgemeinde klosterneuburg schon rede und antwort stehen was geplant ist und wie das gemeindegebiet davon betroffen ist. das ist keine frage. nun hat man schon die Donaubrücke zwischen klosterneuburg und korneuburg aus ziemlich kleingeistigen gründen verhindert, (zb. könnte man die hangbrücken-abhängikeit die sich jetzt zeigt, locker abfedern) und nun wird ein 2 meter durchmesser versorgungstunnel kritisiert ohne genaueres zu wissen. wir reden dann weiter wenn wieder mal längere stromausfälle auftreten, die es ja bei uns im weiteren stadtgebiet öfter auftreten, besonders bei uns in weidling und weidlingbachtal, wo dann die versorger sagen, dass eben eine doppelanspeisung von jeder seite leider nicht zur verfügung steht oder nicht ausreichend funktioniert hat. genau solche ringleitungen rund um wien wären für niederösterreich von grossem vorteil. wenn die versorger da viel geld investieren, sollten wir wirklich froh sein undere abhängigkeit zu verkleinern.
  3. Ursula Duit
    „Mit der Angst vor dem Weniger läßt sich hervorragend Politik machen. `Jetzt erst recht` lautet die Parole einer verzweifelten Wachstumsstrategie, die zum finalen Kreuzzug gegen die Überbleibsel an noch nicht verwerteter Natur bläst“(Niko Paech) Die Untertunnelung der Donau liefert eine Materialschlacht, befeuert den Treibhauseffekt und das Artensterben. Das soll 10 Millionen wert sein. So schaut der Wahnsinn der Normalität aus. Die Politiker stehen unter Zwang. Wenn sie täten, was notwendig wäre, nämlich veranlassen, dass der Bedarf (die Verschwendung) von Ressourcen dramatisch runtergefahren wird, werden sie nicht wiedergewählt. Ein guter Teil der Wählerschaft definiert sich wiederum als bedürftig, obwohl er im materiellen Überfluss lebt. Wie raffiniert, dass die EVN mit „Versorgungssicherheit“ wirbt. Versorgungssicherheit gewährleistet einzig und allein die Ökosphäre. Was müßte man tun, um so ein Bauprojekt nachhaltig nennen zu können? Es gäbe viel für das Ökosystem Auwald zu tun, das die Menschenhand in einen bedenklich schlechten Zustand gebracht hat (obwohl mehrfach durch Gesetze geschützt!). Wenn ein Bauprojekt, egal welches, nicht im gleichen Maß dem ökologischen Haushalt dienlich ist wie den Menschen, dann ist kein Projekt das bessere Projekt. Die Folgen von Ökozid und Klimawandel sind so monströs, dass es keine Frage ist, um jeden Millimeter zu kämpfen. In diesem Sinn muß der Konflikt (Krieg gegen die Natur ist Krieg gegen die Menschen) JETZT ausgetragen werden - solange es unter demokratischen Verhältnissen noch möglich ist.

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