Pionierviertel Erster Dialog Nov2026

Pionierviertel: Wo bleibt der Dialog?

Wie in Klosterneuburg seit Jahren bei Großprojekten üblich, wurde auch die erste
Dialogveranstaltung zum Pionierviertel, die am 4.November 2026 stattfand, von der
Stadtregierung als „Kick-Off“ zum weiteren Austausch mit der Bevölkerung angepriesen.

Das gewählte Veranstaltungsformat, bei dem die Besucher:innen im Vorraum der
Babenbergerhalle zum Stehen gezwungen waren und sich wesentliche Informationen auf
wenigen Ausstellungsplakaten, die von den anwesenden Personen meist verdeckt blieben,
selbst aneignen sollten, bot keine geeigneten Rahmenbedingungen für eine ernsthafte
inhaltliche Auseinandersetzung. Ein konstruktiver Austausch und eine effektive Beteiligung
der Bevölkerung an den zentralen Fragen der Stadtentwicklung wurden dadurch weitgehend
unmöglich gemacht.

Einzelne Gespräche und eine kleine Tafel, an der Moderationskarten mit Anregungen zu
zentralen Themen wie Verkehr, Wohnen/Architektur, Bildung, Umwelt und
Bürgerbeteiligung aufgeklebt wurden (eine Moderationskarte bittet pointiert „Diese Zettel
nicht einfach wegwerfen“), können eine strukturierte Plenums-Diskussion nicht ersetzen.

Die Plattform Unser Klosterneuburg (PUK) fordert daher bereits für die nächste, für Jänner
2027 angekündigte Dialogveranstaltung grundlegende Verbesserungen: Die vollinhaltliche
Teilnahme muss auch für Personen mit körperlichen Einschränkungen möglich sein, und
statt weniger Plakatwände und Gesprächen mit Einzelpersonen braucht es einen echten,
moderierten Dialog, bei dem die Bevölkerung umfassend informiert und ernst genommen
und auf Augenhöhe in den Planungsprozess eingebunden wird.

Dialog mit den Menschen in Klosterneuburg soll nicht nur angekündigt, sondern tatsächlich
ermöglicht und gelebt werden.

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