Klimakosmetik ist zu wenig: PUK fordert Ökologisierung der Bauordnung

GEB am Kollersteig

Derzeit entsteht ein neues STEK (Stadtentwicklungskonzept). Das ist wichtig für Klosterneuburg, aber der Hund liegt im Detail begraben. Denn viele Bausünden der letzten Jahre sind ganz offiziell durch die NÖ Bauordnung gedeckt. D.h. die Wünsche des STEK 2030+, welche mit Bürgerbeteiligung in zwei Jahren erarbeitet wurden, sind in vielen Punkten einfach nur Wünsche an das Christkind. Daher verlangte die PUK im letzten Gemeinderat vor dem Sommer die Verabschiedung einer Resolution an das Land Niederösterreich, die NÖ Bauordnung endlich klima-fit zu machen und zu novellieren. Denn es kann nicht angehen, dass Wünsche aus der Bevölkerung und gesetzliche Vorgaben aus der Bauordnung so weit auseinander klaffen.

Gründstücksversiegelungen reduzieren

Grundstücks-Versiegelungsobergrenzen gehören neben der Bebauung so festgelegt, dass Ausgleichsmaßnahmen wie Dach- und Fassadenbegrünungen umzusetzen sind. Ungenutzte und bebaute Flächen müssen für die Energienutzung zur Verfügung gestellt werden und dürfen nicht als versiegelte Brachen ungenutzt bleiben. Jeder Haushalt muss ein Regenwassermanagementsystem vorweisen können. Damit sollen Starkregenereignisse abgefedert werden. Neue Versickerungsflächen und die Durchgängigkeit der Böden muss einen Platz in der Bauordnung bekommen, genau so wie es ein Ende mit den enormen Bodenverfrachtungen bei Aushub und Anschüttungen haben muss. Ebenso gehört der konsequente Ausbau des öffentlichen Verkehrs mit noch mehr Radwegen dazu, sowie die Gestaltung von offenen öffentlichen unverparkten Flächen zum Verweilen in der Stadt.

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