PUK fordert mehr Informationen zu OMV Aktivitäten – Presseaussendung

Aggregat LKW beim Klosterneuburger Friedhof

Zu wenig Transparenz von Seiten der Stadtregierung als auch des OMV Konzerns
Dieselaggregat verpestet die Luft beim Friedhof

Die Rüttel-LKWs durchqueren unsere Stadt, die Geophone - 30.000 im gesamten Messgebiet - sind überall ausgelegt und die Bevölkerung ist erstaunt, verwundert, verärgert, besorgt. Erstens versteht keiner, was hier alles geschieht und warum. Zweitens fragt man sich zu Recht, wer für etwaige Schäden an Häusern (Haarrisse etc) und für Straßenschäden der 26 Tonnen schweren LKWs aufkommen wird. Zwar hat die OMV laut eigener Auskunft alles vorher abgefilmt, aber Beispiele von anderen Gemeinden zeigen, dass man bei Schadensersatzforderungen nicht unbedingt kooperativ ist (Kurier Artikel Mistelbach).

Zu wenige Informationen, Bevölkerung wird mit Fragen alleine gelassen

"Es gab eine einzige Infoveranstaltung der OMV zeitgleich mit dem Gemeinderat und eine karge Meldung im Amtsblatt und auf der Homepage, das ist entschieden zu wenig", sagt PUK Sprecherin Teresa Arrieta. Die vielen immer noch bestehenden Fragezeichen aus der Bevölkerung zeigen ja, dass hier eine viel umfassendere Information notwendig gewesen wäre. Zwar wurde ein Plan der von den Rüttel-LKWs abgefahrenen Straßen online gestellt, aber kein Zeitplan und auch keinerlei Postwurfsendungen - hier mangelt es an Transparenz und Bürgernähe von Seiten eines so riesigen Konzerns und auch von Seiten der Stadtregierung: es ist ein Bringschuld, man kann nicht erwarten, dass hier ganz Klosterneuburg online auf die Suche nach Infos geht.

PUK macht Podcast, um Informationsmangel auszugleichen

Die PUK hat deswegen in ihrem neuen Podcast "Klosterneuburg Radio" den Direktor der Geologischen Bundesanstalt Dr. Peter Seifert interviewt. In einer 40 minütigen spannenden Diskussion klärt der Experte gemeinsam mit seinem Kollegen aus dem Geothermie-Bereich Gregor Götzl darüber auf, was gerade alles in Klosterneuburg geschieht, da die OMV für ein Interview keine Zeit hatte. Auch die Infos der Stadtregierenden sind unbefriedigend. "Wenn Umweltstadtrat Spitzbart sagt, es werde ebenso nach Heißwasser gesucht, dann stimmt das prinzipiell, ist aber trotzdem beschönigend", so PUK GR Stefan Hehberger. "Laut OMV Auskunft wird nach einer Erweiterung des bestehenden Gasfeldes Höflein geforscht. Alleine die Datenverarbeitung dauert 2 Jahre, bis man bohrt und womöglich zufällig auch Heißwasser findet, vergehen viele weitere Jahre. Da sollte die Energiewende im Sinne des Klimaschutzes längst eingetreten sein."

Aggregat beim Friedhof verpestetet die Luft

"Wir bleiben dabei, dass Erdgassuche auch als sogenannte "Brückentechnologie" überholt ist, und die Millionen an Gelder besser in Alternativenergie-Projekte investiert werden sollten, hier müsste die OMV ihr Betätigungsfeld viel mehr ausweiten", schließt Teresa Arrieta.  Außerdem ärgerlich: Ein Lastwagen samt Antennen und Dieselaggregat der beauftragten Vermessungsfirma befindet sich zwischen den Friedhöfen der Stadtgemeinde und verpestet dort derzeit die Luft. Laut Auskunft der Stadtgemeinde liegt zwar eine Genehmigung vor, jedoch sollte der vorhandene Stromanschluss des Friedhofes benutzt werden, um die Luftverschmutzung zu minimieren. Das ist offensichtlich nicht der Fall.

Link Podcast Klosterneuburg Radio mit Dir. Dr Peter Seifert, Mag. Gregor Götzl von der Geologischen Bundesanstalt und Teresa Arrieta sowie Stefan Hehberger:
https://unser-klosterneuburg.at/klosterneuburg-radio-der-puk-podcast/wenn-klosterneuburgs-erde-bebt-seismik-messungen-und-geheizte-gehsteige-klosterneuburg-radio-podcast/

Peter Seifert, Gregor Götzl, Teresa Arrieta, Stefan Hehberger (v.links n.rechts)

Pressetext zum Podcast:
Wenn die Erde bebt - Erdgassuche in Klosterneuburg
Warum sucht die OMV in Klosterneuburg nach Erdgas? Kann es eines Tages eine Therme Klosterneuburg und geheizte Gehsteige geben? Warum gleicht unsere Erde einem hartgekochten Ei? Warum werden wir derzeit von Vibratoren der OMV heimgesucht und mit Geophonen abgehört? Vibratoren, das ist der Fachausdruck für die Rüttelautos, sie vermessen derzeit die Tiefen des Erdbodens in unserer Stadt. Alle diese Fragen beantworten die Experten der Bundesanstalt für Geologie Österreich im Gespräch mit Teresa Arrieta und Stefan Hehberger

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