Vlnr: Matthias Finkentey (SHIFT Klosterneuburg), StR Florian Havel (ÖVP), GR Susanne Selkmann (SPÖ), Rudolf Hammer, VBGM St Andrä-Wördern, StR Johannes Edtmayer (Grüne), Josef Baum (Plattform Neuverhandeln), GR Sabine Zuklin-Pollany (Grüne), GR Wolfgang Haas (PUK), Alfred Lichtenschopf (Plattform Neuverhandeln), StR Stefan Hehberger (PUK)

NÖ Gesundheitsplan 2040+: Gute Lösungen brauchen mehr Zeit und öffentliche Diskussion

Foto vlnr: Matthias Finkentey (SHIFT Klosterneuburg), StR Florian Havel (ÖVP), GR Susanne Selkmann (SPÖ), Rudolf Hammer, VBGM St Andrä-Wördern, StR Johannes Edtmayer (Grüne), Josef Baum (Plattform Neuverhandeln), GR Sabine Zuklin-Pollany (Grüne), GR Wolfgang Haas (PUK), Alfred Lichtenschopf (Plattform Neuverhandeln), StR Stefan Hehberger (PUK)

Im März 2025 wurde vom niederösterreichischen Landtag der NÖ Gesundheitsplan2040+ beschlossen. Dieser sieht neben Schließungen und Herabstufungen von Landeskliniken und Spitälern ab 1. April 2027 die Schließung von 11 Notarztstützpunkten in Niederösterreich vor. Auch der Notarztstützpunkt Klosterneuburg soll zu diesem Zeitpunkt geschlossen werden.

Um die vielfältigen Auswirkungen des NÖ Gesundheitsplans2040+ für die Klosterneuburger Bevölkerung besser beurteilen zu können, lud das SHIFT Klosterneuburg am 19. März 2026 zwei Repräsentanten der Initiative Plattform NÖ – #NeuverhandlungGesundheitsplan 2040+ zu einem Informations- und Diskussions-Abend ein. Stellvertretend für 11 Regionen in Niederösterreich, die sich der Initiative angeschlossen haben, erklärten Dr. Alfred Lichtenschopf aus Waidhofen an der Ybbs und Mag.Dr.Dr. Josef Baum aus Purkersdorf, dass die Maßnahmen des neuen Gesundheitsplans mit einer breiteren Öffentlichkeit diskutiert werden müssen, um sicherzustellen, dass für alle Regionen Lösungen gefunden werden, welche die hohe Qualität der derzeitigen Gesundheitsversorgung, und insbesondere der notfallmedizinischen Versorgung, auch in Zukunft erhalten.

In regem Austausch mit dem Klosterneuburger Stadtrat für Blaulichtorganisationen, Florian Havel, sowie anderen Expert:innen aus dem Rettungswesen und Vertreter:innen des Klosterneuburger Gemeinderats und benachbarter Gemeinden, wurden vor allem die Konsequenzen des Wegfalls des Notarztstützpunkts für Klosterneuburg von vielen Seiten beleuchtet. Stadtrat Havel hob dabei die exzellente Arbeit der zahlreichen freiwilligen Notfallsanitäter:innen hervor. Seitens der Vertreter der Initiative wurde betont, dass die Expertise ausgebildeter Notärzt:innen – unter den derzeitigen Bedingungen und Ausbildungs-Standards der österreichischen Notfallsanitäter:innen – kurz- und mittelfristig nicht adäquat durch ehrenamtliche Tätigkeit ersetzt werden kann. Vielmehr brauche eine so wesentliche Umstellung der Notfall-Rettung langfristige Planung und schrittweise Umsetzung.

Neben vielen anderen Punkten wurde in der Diskussion betont, dass durch der Streichung von 11 Notarztstandorten mit deutlich längeren Anfahrtszeiten zu rechnen sei. Durch den Wegfall des Notarztstützpunkts Klosterneuburg wäre die hiesige Bevölkerung zukünftig auf Notfallhilfe aus Tulln angewiesen, mit Anfahrtszeiten von 20-25 Minuten. Der Notarztstützpunkt Tulln wäre erheblichen Mehrbelastungen und voraussichtlichen Kapazitäts-Engpässen ausgesetzt, da er neben Klosterneuburg auch für andere Gemeinden zuständig wäre.

Am Ende der Veranstaltung äußerten viele Teilnehmer:innen ihr starkes Interesse, bei der kommenden Gross-Demonstration am 23.4. in St. Pölten zur Neuverhandlung des Gesundheitsplans, die seitens der Plattform organisiert wird, dabei zu sein. Hier ein Link unseres Gemeindevertreterverbands ÖSI mit Details zur Demo: https://oekosoziale-initiative.at/2026/02/alle-infos-demo-do-23-4-st-poelten-fuer-neuverhandlungen-gesundheitsplan2040/

Nach oben scrollen