ÖVP-Propaganda im Hitzesommer: Scheinklimaschutz statt echter Krisenvorsorge in Klosterneuburg
Mit dem jüngsten PR-Bericht im Bezirksblatt versucht die regierende ÖVP Klosterneuburg unter Vizebürgermeisterin Maria T. Eder einmal mehr, den Bürgerinnen und Bürgern Sand in die Augen zu streuen. Während im Namen der Stadt das Bild einer vermeintlich vorbildlichen „NaturStadt“ mit einzigartig hohen Grünanteil gezeichnet wird, die mit Alibi-Maßnahmen wie vereinzelten Rasengittersteinen am Parkplatz in der Au und verspäteten Bebauungsvorschriften glänzen will, sieht die Realität der Menschen vor Ort gänzlich anders aus. Die ÖVP betreibt Schönrednerei, die angesichts der akuten Klimakrise an den Sorgen der Bevölkerung komplett vorbeigeht.
Die Realität wird ignoriert: Fluten, Hitze und Trinkwasser am Limit:
In welcher Welt lebt die Stadtführung eigentlich? Während die ÖVP sich für minimale Anpassungen feiert, kämpfen viele Klosterneuburger immer noch mit den verheerenden Folgeschäden der historischen Flutkatastrophe von vor zwei Jahren entlang des Weidling- und Kierlingbachs. Die Gefahrenkarten sind immer noch nicht aktualisiert! Die Jugend der Stadt schrammte in diesem Sommer nur haarscharf an einer Schließung des Altarms im Strandbades wegen extremen Niedrigwassers und giftiger Algenbildung vorbei. Nach Wochen mit Rekordtemperaturen von bis zu 40 Grad und dem erstmaligen, historischen Aufruf zum Trinkwasser-Sparen in Klosterneuburg von „Klimafitness“ zu sprechen, ist ein handfester Hohn.
Betonieren statt Entsiegeln: Die Zerstörung geht weiter:
Hinter den Hochglanz-Phrasen der ÖVP wird in Klosterneuburg weiterbetoniert und versiegelt, als gäbe es kein Morgen. Als trauriges Denkmal dieser verfehlten Bodenpolitik steht der maßlose Ausbau der ISTA Universität in Gugging. Gleichzeitig werden wertvolle Grünflächen durch Infrastrukturprojekte (Gas- und Breitbandausbau) rücksichtslos zerschnitten, wie das aktuelle Beispiel in der Agnesstraße bei der Föhrenallee schmerzhaft zeigt. Von einer echten, großen und nachhaltigen Kehrtwende beim Bodenschutz kann überhaupt keine Rede sein.
Versagen bei Wasser, Bäumen und Bodenaushub:
Seit Jahrzehnten ignoriert die ÖVP konstruktive Alternativen und blockiert eine echte ökologische Umkehr:
-
- Verfehlte Regenwasserpolitik: Im Baubestand (Altbau) fehlt ein finanzielles Anreizsystem, um das wichtige Gut Regenwasser dezentral im Boden versickern zu lassen oder es als Brauchwasser nutzbar zu machen. Es wird weiterhin ungenutzt in die Kanalisation abgeleitet was zu großen Prblemen bei den vermehrten Starkregenereignissen führt.
- Trinkwasser-Ignoranz: Statt einen mäßigen und bewussten Verbrauch durch sozial gerechte Staffeltarife zu fördern, setzt der Bürgermeister stur auf die maximale Entnahme aus dem Donau-Grundwasser. Die Notleitung nach Wien ist auf 6000m3 pro Tag begrenzt und das Wasser von dort ist teuer.
- Mangelhafter Baumschutz: Die Anpassung der Baumschutzverordnung bleibt ein zahnloser Tiger. Es fehlen eine transparente Übersicht und ein Monitoring über den realen Baumbestand sowie eine massive Nachpflanzplanung der dringend benötigter, CO2-senkender Bäume. Eine echte Hitzeninsel ist der Rathausplatz wo seit Jahren nichts als Ankündigungen und Versprechen abgelassen werden.
- Ungebremster Bodenaushub und Bodenversiegelung: Wo bleibt der Einsatz des Bürgermeisters, um dem massiven Bodenaushub im Stadtgebiet und den damit verbundenen, umweltschädlichen Lkw-Transportwegen und Lagerungen (Buchberg und Hinterweidling) endlich einen Riegel vorzuschieben?
Fazit: Genug der abgedroschenen Phrasen!
Die ÖVP Klosterneuburg hat kein Interesse an einer ernsthaften, tiefgreifenden Umweltschutzstrategie. Sie flüchtet sich lieber in das vage Versprechen auf zukünftige „bessere“ Technologien und verkauft die Bevölkerung für dumm. Die Bürgerinnen und Bürger haben genug von leeren Ankündigungen. Wir fordern Taten statt PR-Märchen – für ein Klosterneuburg, das die Klimakrise endlich ernst nimmt!