Die erneuerbare Energiezukunft in Klosterneuburg nimmt rasant an Fahrt auf!
Nur wenige Monate nach dem historischen, einstimmigen Beschluss des Gemeinderates vom 12. Dezember 2025, der Energiegemeinschaft „EG Austria“ beizutreten, hat das Projekt einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Mittlerweile zählen 250 private Haushalte und Betriebe zu den aktiven Teilnehmern. Gemeinsam mit der Stadtgemeinde bilden sie ein starkes, regionales Netzwerk für sauberen Strom.
Durch den Beitritt der Stadtgemeinde werden schrittweise alle öffentlichen Photovoltaikanlagen sowie zahlreiche Verbraucherstandorte – darunter das Rathaus, Schulen, Kindergärten und der Recyclinghof – ebenso wie die Zählpunkte der privaten teilnehmenden Haushalte in der Energiegemeinschaft zusammengeschaltet. Die Abrechnung und Verwaltung übernimmt zur Gänze, völlig transparent, die gemeinnützige EG Austria als Non-Profit-Anbieter auf Vereinsbasis.
Die wichtigsten Vorteile der Energiegemeinschaft auf einen Blick:
- Spürbare Kosteneinsparungen: Durch verkürzte Wege im Stromnetz sinken die Strom-Netz-Entgelte drastisch. Überschüssige Energie wird innerhalb der Gemeinschaft fair gehandelt.
- Volle Unabhängigkeit: Mitglieder machen sich unabhängig von den Preisschwankungen der großen Energiekonzerne. Ein Wechsel des bestehenden Netzanbieters ist dafür nicht notwendig.
- Aktiver Klimaschutz: Die dezentrale Erzeugung aus Sonnenkraft und anderer erneuerbarer Energiequellen direkt vor Ort bzw. überregional in ganz Österreich senkt die CO₂-Emissionen der Region nachhaltig und stärkt die lokale Wertschöpfung.
- Sozialer Zusammenhalt: Stromproduzenten haben die Möglichkeit, erzeugte Energie gezielt an andere Mitglieder zu verschenken, um beispielsweise sozial schwächere Haushalte mit dieser Sachleistung zu unterstützen.
Die Plattform Unser Klosterneuburg (PUK), die sich seit Jahren für eine ganzheitliche Energielösung starkmacht, zieht eine durchwegs positive Bilanz. Der rasche Zuwachs auf 250 Teilnehmende zeigt, dass die Klosterneuburgerinnen und Klosterneuburger bereit sind, Verantwortung für eine nachhaltige und krisensichere Energieversorgung zu übernehmen.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger können der Energiegemeinschaft weiterhin unkompliziert beitreten. Voraussetzung ist lediglich ein digitaler Smart-Meter sowie die Beantragung der Freigabe der Zählerdaten bei den Wiener Netzen.
Resümee von STR Hehberger: Viele Bürger:innen von Klosterneuburg haben die Bedeutung von Energiegemeinschaften erkannt, haben rasch und effektiv gehandelt und sind der Gemeinschaft beigetreten. Warum die Stadtgemeinde nach über einem halben Jahr seit dem Beitritt erst eine Handvoll Zählerpunkte eingemeldet hat, ist unverständlich und ist wohl als Wermutstropfen in dieser insgesamt sehr positiven Entwicklung zu verbuchen. Das zeigt aber deutlich, die Impulse zur Energiewende kommen von den Bürger:innen! Darauf können wir stolz sein.
Hier kann man Mitglied werden:
PS: Wer selbst ein wenig recherchiert bzw. sich umfassend schlau machen möchte, stößt als Laie teilweise auf verwirrende Informationen. Das liegt einerseits daran, dass es in Klosterneuburg inzwischen mehrere lokale Energiegemeinschaften gibt; und andererseits daran, dass die EG Austria eine mehrschichtige Struktur hat: mit einem österreichweiten Dachverein, bundesländerweisen Zusammenschlüssen und jeweils lokalen Organisationen. Dann kommen noch fachspezifische Abkürzungen dazu, wie z.B. die Bezeichungen der beteiligten Umspannwerke. – Wir von der PUK helfen euch gerne weiter, wenn ihr diesbezüglich Fragen habt.